: qusai saddam hussein
Sohn und neuer Kronprinz
Im Gegensatz zu seinem älteren Bruder Udai, der lange Zeit als „Kronprinz“ gehandelt wurde, ist Qusai kein Mann der Öffentlichkeit. Bis zum Baath-Partei-Kongress im Mai dieses Jahres hat ihn kaum jemand zu Gesicht bekommen. Während Udai, der im Ruf eines skrupellosen Mörders steht, berüchtigt ist für seinen Jähzorn, gilt Qusai als kühler Stratege, der im Hintergrund die Fäden spinnt und die Erneuerung des Regimes betreibt. Wie sein Vater hat sich der 35-jährige Jurist keine Sporen beim Militär erworben. Trotzdem wurde ihm 1995 der Oberbefehl über die gefürchteten Republikanischen Garden und die Präsidialgarde übertragen, die beide auch zur Aufstandsbekämpfung eingesetzt werden. Später stieg Qusai zum Chef sämtlicher Geheimdienste auf, die alle Bereiche der Gesellschaft wie ein Krebsgeschwür durchdringen. Nach übereinstimmenden Berichten von Oppositionsgruppen hat Qusai im vergangenen Herbst persönlich den Befehl für die Hinrichtung von eintausend Gefangenen erteilt. Zudem soll er 1991 maßgeblich am Feldzug gegen die Schiiten im Südirak beteiligt gewesen sein. IRO
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen