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muslime und laizisten diskutieren

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Am 14. Februar erschien auf der taz-Wahrheitsseite der Text „Mullahs immer klüger“. Dieser endete mit dem Reim: „Allah ist groß, Allah ist mächtig, er hat einen Arsch von drei Meter sechzig.“ Seitdem wird im taz-Internet-Forum in bislang rund 1.100 Beiträgen diskutiert: Was dürfen Spott und Satire, wenn sie sich mit religiösen Fragen beschäftigen?

Zwei Strafanzeigen gegen die taz wurden inzwischen gestellt. Mehmet Erbakan, Chef der Milli-Görüs-Zentrale in Köln, erklärte gegenüber der taz: Der Kinderreim sei ihm zu weit gegangen, deshalb habe er persönlich Strafanzeige erstattet. Und auf der Internetseite des Muslim-Markts erklärt eine Samina Khan, sie habe bei der Staatsanwaltschaft Berlin Anzeige wegen übler Nachrede, Verleumdung und Volksverhetzung erstattet. Der Muslim-Markt schickte Mails an die „Großinserenten der taz“ mit der Bitte, „die Unterstützung für diese Zeitung einzustellen“, da der Artikel dazu angebracht sei, „den Frieden zu zerstören“. Außerdem reichte der Muslim-Markt eine Beschwerde beim Presserat ein.

Auch die monatlich erscheinende Islamische Zeitung (IZ) hat sich inzwischen in die Debatte eingeschaltet. Mit dem Artikel seien die Grundlagen des Islams und das Selbstverständnis der hier lebenden Muslime getroffen, schreibt sie. Die IZ fordert die muslimischen Organisationen zu stärkerer Lobbyarbeit auf und bedauert, dass der organisierte Islam in Deutschland über „eine zumeist defensive und vorsichtige Haltung noch nicht hinausgekommen“ sei. EBERHARD SEIDEL

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