: mit mobilfunk in die flaute
Es ist noch nicht lange her, dass sich Siemens-Chef Heinrich von Pierer von Analysten dafür feiern ließ, den Konzern doch noch auf Shareholder-Orientierung umgebaut zu haben. Und noch weniger lange, dass er nach dem letzten Rekordjahr verkündete: „Im Moment macht es richtig Spaß bei Siemens.“ Damals, im Dezember, sah er gerade in Handys und Chips Garanten für ein neues Spitzenergebnis. Nach dem ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2000/2001 ist seine Laune im Keller. Und die Aktien sind es auch. Nach den ziemlich schwachen Zahlen beim ausgegliederten Chiphersteller Infineon von voriger Woche schlugen nun ausgerechnet auch noch Verluste aus dem Mobilfunkgeschäft negativ zu Buche. Trotz einer insgesamt zufriedenstellenden Gewinnsteigerung nach Steuern auf 562 Millionen Euro stuften etliche Ratingfirmen und Analysten Siemens zurück. Von einem Tag auf den anderen gehörte der Konzern zu den Verlierern im Dax. Daran änderte auch nichts, dass Pierer die Flucht nach vorne antrat und den Abbau von weiteren 3.500 Stellen ankündigte. BW
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