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meinungsstark

Die Zukunft der Mullahs?

„Die Wahrheit: Mullah in Not. Wohin mit den bedauernswerten Geistlichen aus dem Iran? Ab damit in Privatquartiere im hilfsbereiten Deutschland“, taz vom 14. 3. 26

Besonders ironisch fände ich es, wenn sie ins Kirchenasyl kämen. Hartmut Krollmann, Düsseldorf

„Die Fitten lässt man ungern gehen“

Ein Traumjob“, taz vom 12. 3. 26

Es wurde schon viel über Behindertenwerkstätten berichtet und wie Arbeitgeber von diesem System mehrfach profitieren. Die Frage müsste aber lauten: Wie viele Schulabgänger wechseln jährlich im Anschluss an die Schule in die Behindertenwerkstätten – nachdem sie von der Reha-Beratung der Agentur für Arbeit sehr einseitig in Richtung Werkstatt beraten wurden?

Schulabgänger mit Beeinträchtigungen müssen bei der Reha-Beratung der Arbeitsagentur nach Abschluss der Schule eine Testung durchlaufen, ob sie für den ersten Arbeitsmarkt geeignet sind. Nur dann erhalten sie Unterstützung während einer Ausbildung. Diese nicht barrierefreie „Untersuchung“ bescheinigt den jungen Menschen fast immer, dass sie nur für die Werkstatt geeignet sind.

Ich kenne mittlerweile einige junge Menschen, die laut Arbeitsagentur angeblich nur für die Werkstatt geeignet waren und heutzutage sehr erfolgreich und selbstbestimmt im ersten Arbeitsmarkt untergekommen sind. Wo sie ein Gehalt bekommen, von dem sie leben können. Aber erst, nachdem sie sich mit Unterstützung und vielen Anstrengungen aus den Fängen der Werkstatt befreit haben. Dort lässt man nämlich die Fitten sehr ungern gehen. Zum einen, weil man mit ihnen gut angeben kann, und zum anderen, weil auch die Behindertenwerkstätten wirtschaftlichen Zwängen unterliegen.

Melanie Müller

Ja zur feministaz!

die feministaz“, wochentaz vom 7. 3. 26

Kaum zu glauben – etlichen LeserInnen fehlt die „redaktio­nelle Grundversorgung“, wenn es an einem einzigen Wochenende im Jahr in der taz nur um Frauenthemen geht? Im Umkehrschluss geht es an den restlichen 51 Wochenenden um eine Welt, in welcher die Politik, die Finanzwirtschaft und die Kultur sowie Teile des Privatlebens hauptsächlich von Männern dominiert werden. Zudem sich ja selbst vermeintliche Frauenthemen indirekt mit den Folgen männlichen Verhaltens befassen: Gewalt, Gläserne Decke, Gender Data Gap, Medical Gaslighting.

Vielen Dank für diese Ausgabe der feministaz! Und gerne zukünftig eine noch viel bessere Grundversorgung mit Themen jenseits der toxischen Männlichkeit, der herkömmlichen Hierarchien und Denkweisen! U. Schroer

Psychotherapeutische Versorgung

Betreff: Honorarsenkung Psy­cho­the­ra­peu­t*in­nen?

Ich wende mich als treue taz-Leserin mit großer Sorge bezüglich der geplanten Senkung der Honorare für Psy­cho­the­ra­peu­t*in­nen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung an Sie. Ich fordere eine differenzierte Berichterstattung zum Thema. Psychotherapeutische Versorgung ist für viele Menschen in Deutschland eine unverzichtbare medizinische Leistung. Als chronisch erkrankte Person weiß ich aus eigener Erfahrung, wie entscheidend der Zugang zu verlässlicher psychotherapeutischer Unterstützung für Lebensqualität, Stabilität und gesellschaftliche Teilhabe ist.

Bereits heute sind Therapieplätze äußerst knapp, Wartezeiten von mehreren Monaten sind für viele Betroffene Realität. Eine Absenkung der Vergütung würde diese ohnehin angespannte Versorgungslage weiter verschärfen. Hinzu kommt eine deutliche geschlechtsspezifische Dimension: Rund 80 Prozent der Psy­cho­the­ra­peu­t*in­nen sind Frauen. Eine stabile, zugängliche psychotherapeutische Versorgung gehört zu einem funktionierenden Gesundheitssystem.

Cora Gottschalk, Gießen

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen