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meinungsstark

Müll auf Stromkästen

Warum ich den „drink of tomorrow“ morgen lieber stehen lasse“, wochentaz vom 7.–13. 2. 26

Jedes Kind weiß inzwischen über die höchst negative Ökobilanz von Alu Bescheid, es gibt wahrlich gute Alternativen zur Getränkedose. Warum stellst du deinen Müll dann einfach irgendwo im öffentlichen Raum ab, anstatt ihn dahin zurückzutragen, wo du ihn herhast, liebe Sophie Fichtner? Mir geht die zunehmende Vermüllung unserer Städte dermaßen auf die Nerven, ich finde es echt das Letzte, Abfall einfach irgendwo hinzuknallen, und irgendeine andere Person muss ihn dann wegräumen. Und wenn du jetzt argumentieren willst, dass du das gute Stück für eine Person hingestellt hast, die Dosenpfand sammelt, dann gib doch einfach einer solchen Person, wenn du eine triffst, das Geld direkt.

Stefani Schall-Uhl, Heidenheim

Sprachbesonderheiten

Flütt mal über zu uns“, wochentaz vom 31. 1.–6. 2. 26

Das war wieder einmal ein klasse Beitrag zur Völkerverständigung – vielen Dank dafür! Oft hatte ich mich – Mutter- und Vatersprache: Bayerisch – schon über einzelne Sprachbesonderheiten meiner Bremer Schwiegermutter gewundert; dass sie aus Nordfriesland stammt, weiß ich wohl, aber unterm Strich war das für mich halt alles immer: Plattdeutsch. Oder so. Wenn sie Kuchen serviert, zum Beispiel: „Nimm man zu!“ Jedenfalls hat erst unser Gespräch über das Wochentaz-Interview mit Hilke Rudolph zu Tage gefördert, dass nämliche Schwiegermutter ehemals einen Teil ihrer Ausbildung in eben Flensburg absolviert hatte und sie tatsächlich von daher reichlich Petuh-Brocken in ihre Alltagssprache integrierte. Zugelangt hatte ich beim Kuchen ohnehin immer gerne. „Ohaueha“ – aber eine Freude war uns das!

Werner Schottenloher, Regensburg

Deutschland im Winter

5 dinge, die wir gelernt haben“, wochentaz vom 7.–13. 2. 26

Zum ersten Ding: Lasst Euch von jemand mit Schnee-Erfahrung sagen: Salz hilft ja auch nicht. Beziehungsweise es bringt nur dann was, wenn man vorher ordentlich geräumt hat (was in Berlin an vielen Stellen nicht geschehen ist). Wenn man Salz auf Schnee streut, bekommt man nur mehr rutschigen Matsch. Und bei den teils zweistelligen Minus-Graden friert der dann unten an und schafft Rutschbahnen. Salzen hilft nur bei relativ leichtem Frost und nur wenigen Eis- und Schneeresten, andernfalls schadet es eher (und nicht nur der Natur).

Michael Ecker, Berlin

Überlebensökologie

„Wie der Staat den Naturschutz verwaltet“,

wochentaz vom 24.–30. 1. 26

Der Text erweckt stellenweise den Eindruck, als müsste man Naturschützerinnen und Naturschützern erst erklären, dass das bisherige Handeln nicht ausreicht, um Artensterben und Klimakrise aufzuhalten. Das wissen die. Ich kenne keine im Naturschutz tätige Person, die mit dem Klein-Klein der eigenen Arbeit zufrieden wäre. Der Naturschutzalltag ist geprägt vom ständigen Kampf gegen eine Vielzahl widerstreitender Landnutzungsinteressen, um Akzeptanz, um Mittel, um politischen Rückhalt. Die im Artikel beschriebene Vision – vorgetragen von klugen Menschen – ist längst da. Was fehlt, ist nicht die Erkenntnis, sondern gesellschaftlicher und politischer Rückhalt. Wolfram Homburger, Engen

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