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lichtblick der wocheKirche argumentiert für Ökowende

Fast 1,4 Milliarden Menschen könnten schon etwas bewegen. So viele Mitglieder zählt die katholische Kirche weltweit. Jetzt hat sie ihnen eine Art dogmatischen Überbau für die Öko-Wende präsentiert: ein Grundsatzpapier „Sorge für das gemeinsame Haus“. Erarbeitet wurde es über mehrere Jahre von einer Unterkommission der Internationalen Theologenkommission. Sein Kern ist eine umfassende Verantwortung des Menschen für die Bewahrung der Schöpfung. Umweltzerstörung beschädige die Beziehung zu Gott, zu anderen Menschen und zur Natur. Die Folgen zeigten sich in der Klimakrise, beim Artensterben, in verschmutztem Wasser, zerstörten Böden und bedrohten Ernährungssystemen. Besonders betroffen seien arme Länder und künftige Generationen, obwohl sie häufig am wenigsten zur Umweltbelastung beigetragen hätten. Die Kommission spricht von einer „Sünde gegen die Schöpfung und den Schöpfer“. Für Nichtgläubige lässt sich das als moralische und gesellschaftliche Verantwortung übersetzen. Diese Verantwortung trifft nach Ansicht der Theologen nicht nur Einzelne. Auch Staaten, Institutionen und Unternehmen würden Entscheidungen treffen, die das Überleben von Menschen und anderen Arten gefährden. Ökologisches Fehlverhalten kann strukturell werden – etwa wenn wirtschaftliche Regeln dauerhaft Zerstörung belohnen und Schäden auf Arme oder die Zukunft abwälzen. Die Autoren fordern deshalb mehr als technische Anpassung oder Gesetze: „radikale Umkehr“ und den grundlegenden Wandel von Konsum, Wirtschaftsweise und kulturellen Wertvorstellungen. (taz, kna)

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen