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krieg in der ukraine

Selenskyj besteht auf Europa

Mit Blick auf die Verhandlungen unter US-Vermittlung fordert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut eine Einbindung der Europäer. „Wir werden uns genau abstimmen, damit Europa in alle Prozesse eingebunden ist und nur noch stärker wird“, so Selenskyj. Geplant sind weitere Gespräche in dieser Woche. Russland lehnt eine Beteiligung der Europäer an den Verhandlungen ab, weil Moskau sie wegen der Waffenlieferungen an Kyjiw als Kriegspartei sieht. Der Kreml wirft den Europäern vor, nur ein Interesse an einer strategischen Niederlage Russlands zu haben. Aber: Laut Selenskyj sei den USA bei den Verhandlungen in Genf in der vergangenen Woche klar geworden, dass Moskau einem Frieden im Weg stehe. Am Jahrestag des Kriegsbeginns am 24.Februar ist ein Treffen der sogenannten Koalition der Willigen zur weiteren Unterstützung der Ukraine geplant. Zu diesem Bündnis zählen europäische Länder, aber auch Australien, Neuseeland und Japan. (tat/rtr)

Moskau schränkt Flugverkehr ein

An vier Moskauer Flughäfen wird der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen eingeschränkt, wie die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija mitteilte. Hintergrund ist ein Drohnenangriff auf die Hauptstadt. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge sind mindestens sieben Drohnen im Anflug auf Moskau abgeschossen worden. Die Agentur beruft sich auf Bürgermeister Sergej Sobjanin. Außerdem führte ein ukrainischer Angriff auf die Energieinfrastruktur im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja nach russischen Angaben zu einem Stromausfall. Im ebenfalls russisch kontrollierten Luhansk geriet nach Angaben des dortigen Vertreters Russlands, Leonid Pasetschnik, ein Treibstofflager nach einem ukrainischen Drohnenangriff in Brand. Das Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftabwehr habe in der Nacht 86 ukrainische Drohnen über russischen Regionen und der Halbinsel Krim zerstört. (tat/dpa)

Blockade von Sanktionspaket

Ungarn will das geplante 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland blockieren. Außenminister Peter Szijjarto kündigt auf der Plattform X an, sein Land werde dem Vorhaben beim Treffen der EU-Außenminister nicht zustimmen. „Solange die Ukraine den Öltransit nach Ungarn und in die Slowakei über die Druschba-Pipeline nicht wieder aufnimmt, werden wir keine Entscheidungen zulassen, die für Kiew wichtig sind“, so Szijjarto. Die Öl-Lieferungen an beide Länder sind seit dem 27. Januar unterbrochen. (tat/rtr)

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