: klimakonferenz in marrakesch
vom kompromiss zum vertrag
War Bonn die Kür, ist Marrakesch die Pflicht. Ab heute versuchen die Klimadiplomaten auf der siebten UN-Klimakonferenz den Kompromiss von Bonn in Juristensprache zu übersetzen. Erst dann kann das Kioto-Protokoll ratifizert werden. Nach tagelangem Tauziehen hatten sich im Juli die 180 Staaten dort auf ein gemeinsames Regelwerk zum Abbau der Treibhausgase geeinigt. Es soll gewährleisten, dass die 38 größten Industrieländer bis 2012 ihren Treibhausgas-Ausstoß um durchschnittlich 5,2 Prozent im Vergleich zu 1990 senken. Bisher hat noch kein Einziger der großen Industriestaaten seine Unterschrift unter das Protokoll gesetzt. Die EU dringt auf eine Ratifizierung bis zum Herbst 2002 und will verhindern, dass strittige Fragen wieder auf den Tisch kommen. Russland etwa hat bereits angekündigt, erneut über die Kohlendioxid-“Senken“ verhandeln zu wollen. AFP
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen