klimadiktator: Tiefkühl-Pommes verbieten
Die weise und wohlmeinende Regierung der ersten Klimarepublik des Planeten verkündet: Mit Wirkung vom 1. April 2020 sind Tiefkühl-Pommes und Kartoffelbrei-Trockenpulver verboten.
Begründung: Tiefkühl-Pommes sind 29-mal so klimaschädlich wie die einfache Kartoffel aus der Region. Dafür verantwortlich ist laut Umweltbundesamt der Energieaufwand bei der aufwendigen Verarbeitung, Trocknung und Kühlung. Die Herstellung von 1.000 Gramm Tiefkühl-Pommes verursacht 5,7 Kilo CO2-Emmissionen. Sogar ein Kilo Schweinefleisch erzeugt mit 3,4 Kilo weniger CO2. Püree-Trockenpulver kommt auf 3,9 Kilo CO2 pro 1.000 Gramm.
Durchführungsbestimmung: Restbestände von Tiefkühl-Pommes und Tüten-Püree sind beim Bundesnahrungsdienst (BND) abzugeben. MitarbeiterInnen des BND werden prioritär für die Überwachung von Kühltruhen eingesetzt. Kartoffelschälen wird zum Volkssport erklärt, die Anerkennung als olympische Disziplin geprüft.
Zuwiderhandlungen: Wer TK-Pommes bunkert oder auf dem Schwarzmarkt verhökert, muss samstags auf dem Biohof zur Strafe Unkraut jäten. (akr)
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen