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Der Schuldenberg
Die EU-Kommission erwartet für 2002 in den öffentlichen Haushalten Deutschlands ein Defizit in Höhe von 2,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit wird die Grenze von 3 Prozent, ab der nach dem Euro-Stabilitätspakt Sanktionen verhängt werden, gerade unterschritten. Die Bundesrepublik ist in Sachen Neuverschuldung Spitzenreiter unter den 12 Euroländern: Am besten steht Finnland mit einem Überschuss von 2,9 Prozent da, Spanien weist mit 0,2 Prozent Defizit fast einen ausgeglichenen Haushalt aus. Selbst Frankreich liegt mit 2,0 Prozent minus noch hinter Deutschland.
Vor allem die Bundesländer haben im abgelaufenen Jahr kräftig neue Schulden gemacht, mit insgesamt 25,6 Milliarden Euro fast so viel wie der Bund (27,6 Prozent). Als einziges Land hat das Saarland einen Überschuss von 67 Millionen Euro auszuweisen; selbst das Wirtschaftswunderland Bayern fuhr 881 Millionen Euro Verlust ein. Im Osten hat Thüringen mit einer Milliarde Euro am meisten Minus eingefahren; Schlusslichter sind Berlin und Nordrhein-Westfalen mit 5,2 bzw. 6,8 Milliarden Euro Neuverschuldung. DF
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