: hintergrund
Die Buren
Der Kampf der Buren in Südafrika um Selbstbestimmung ist fast 350 Jahre alt. Seit Jan van Riebeeck 1652 in Kapstadt der erste Gouverneur der damaligen Versorgungsstation der Holländischen Ostindien-Kompanie wurde, siedeln die Holländer in Südafrika. Ihre Nachfahren, die Buren (Bauern), auch Afrikaander genannt, brachen 1820 zu ihrem großen Treck vom Kap Richtung Norden auf, um der verhassten englischen Herrschaft zu entrinnen. Gegen die Engländer führten sie auch um die Jahrhundertwende die so genannten Burenkriege für eine Autonomie von Transvaal und Oranje-Freistaat. 1948 kam die Nationale Partei an die Macht und ging zielstrebig daran, die so genannte Getrennte Entwicklung (Apartheid) umzusetzen. Erst 1990, unter dem Druck internationaler Sanktionen und des Widerstands im eigenen Land, kündigte der damalige Präsident Frederick Willem de Klerk die politische Liberalisierung an und ließ Nelson Mandela frei. Während der Verhandlungen zur Demokratisierung überzog die weiße Rechte das Land mit Terror und drohte auch mit Bürgerkrieg.
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