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Rückendeckung für Hertie?
Die in Frankfurt ansässige gemeinützige Hertie-Stiftung erhielt 1993 für den Verkauf ihrer Anteile an den Hertie-Kaufhäusern rund 1,6 Milliarden Mark. Diese gab sie steuerfrei an die gewinnorientierte Hertie-Familienstiftung in Hamburg weiter, die damit 30 Prozent des Karstadt-Konzerns kaufte. 1998 veräußerte die Familienstiftung ihre Karstadt-Anteile an die Firma Schickedanz (Quelle) für 1,8 Milliarden Mark.
Im Dezember 1999 durchsuchten die Fahnder Räume im hessischen Finanzministerium sowie der Oberfinanzdirektion und dem zuständigen Finanzamt III in Frankfurt. Wegen des Verdachts der Untreue wird gegen sechs mitunter hochrangige Finanzbeamte ermittelt. Besuch von den Staatsanwälten erhielt auch Stiftungsvorstand Endres.
Die Ermittler werfen den Finanzbeamten vor, der Hertie-Stiftung zu Unrecht den Status der steuerbefreienden Gemeinützigkeit zuerkannt zu haben. Erweist sich der Verdacht als stichhaltig, dann gibt es ein wahres Netzwerk in den hessischen Finanzbehörden, das die Gemeinützigkeit der Hertie-Stiftung sicherte. Auch den Verantwortlichen der Stiftung droht möglicherweise eine Anklage wegen Beihilfe zur Untreue.
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