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herzensortZugang zu einer anderen Welt

Meine Heimat Basel war einst eine bedeutende Industriestadt. Das äußert sich unter anderem in der Architektur des Hauses, in dem ich geboren wurde: Toilette im Flur, Dusche in der Küche, Backstein. Doch es gibt in Basel auch gutbürgerliche Gegenden. Dort lag das in die Jahre gekommene Haus der Großmutter einer Freundin. Vom Wintergarten aus blickten wir in den verwilderten Garten und streiften durch unbewohnte Zimmer, in denen sich eine dicke Staubschicht auf den Möbeln absetzte.

Das Schönste aber war ein Geheimzimmer im Eingangsbereich. Versteckt, so meine ich mich zu erinnern, hinter einem Schrank. Und nur durch diesen zu erreichen. Einst für Dienst­bo­t:in­nen gedacht, wurde es unser Geheimnis, unser Zugang zu einer anderen Welt, unser Narnia in echt.

Heute gehört das Haus einer anderen Familie. Und obwohl ich das weiß, reizt es mich beim Vorbeigehen, die fremde Klingel zu drücken, an den Be­sit­ze­r:in­nen vorbeizuschleichen und ins geheime Kämmerchen hineinzuhuschen. Dann würde ich in unsere einstige Fantasiewelt abtauchen, in der wir so viele schöne Stunden verbracht haben. Rahel Bueb