herzensort: Squash und Sauna
Letztens fragte mich eine Freundin, ob ich nicht mal mit ihr Squash spielen wolle. Ich war überrascht über die Frage, denn lange dachte ich, dass es das gar nicht mehr gibt. Tischtennis, eh klar, der absolute Dauerbrenner in meinem Freundeskreis. Auch Padel, der neue Trendsport, ist nicht an mir vorbeigegangen. Aber Squash? Völlig out. Dachte ich.
Sie hätte da jedenfalls so eine tolle Squashhalle in Berlin-Lichtenberg entdeckt, erzählte mir meine Freundin mit strahlenden Augen. Nach dem Sport könne man dort in die Sauna gehen – für mich das Totschlagargument – und nette Leute arbeiteten dort auch. Also überzeugte ich mich selbst und bin jetzt Fan. Die Halle erinnert an ein altes Vereinsheim: An den Wänden hängen Bilder von der Fußball-WM 2006 und es gibt einen Wintergarten, in dem ältere Männer Weizen trinken und rauchen. Und auch Squash macht wirklich Spaß, wenn man nicht, wie ich, zweimal gegen die Wand rennt. Nur der Muskelkater am nächsten Tag war fies. Meine Freundin meinte aber, je öfter man spielt, desto erträglicher wird es. Wir haben uns schon zum nächsten Match verabredet. Katharina Federl
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