gurke der woche:
„Dirigenten werden oft sehr alt“, berichtete Agentur KNA jüngst aus dem Seniorenstift und bescheinigte auch jenen greisen Taktstockschwingern „eine bemerkenswert gute körperliche und geistige Verfassung“, die Rinaldo und Fidelio schon in der Uraufführung durchgefuchtelt haben. Gerontologen suchen eine „Erklärung in der Musik selbst“. Doch wer alle Klassikwelt nach der eigenen Pfeife tanzen lassen darf, wünscht sich eben leichter ein ewiges „da capo“ als so ein armes Tuttischwein.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen