: gleichstellung
Freiwillig oder Gesetz
Heute treffen sie sich wieder: Frauenministerin Bergmann, der Kanzler und die Arbeitgeber. Ein letztes Mal soll über die Gleichstellung von Frauen in der Privatwirtschaft verhandelt werden. Ein Gleichstellungsesetz lehnen die Arbeitgeber – und Schröder – ab. Nun macht der Bundestag Druck: Wenn die Wirtschaft nicht eine Selbstverpflichtung zur Frauenförderung zusagt, wollen die Regierungsfraktionen einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen.
Was bringen staatliche Vorgaben? BefürworterInnen argumentieren oft mit Erfolgen der „Affirmative Action“ in den USA. Diese schreibt vor, dass die Merkmale „weiß“ oder „männlich“ nicht mehr in Stellenangeboten angegeben werden. Die Unternehmen müssen „glaubwürdige Anstrengungen“ unternehmen, um Bewerbungen von Frauen und Schwarzen zu fördern. Andernfalls können die US-Gerichte Strafen verhängen und Mindestquoten bei Beförderungen festlegen.
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