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glashaus

Wie’s bei der taz aussieht

Schlecht sieht es aus bei der taz. Das wissen wir nicht erst seit der „taz muss sein“-Aktion. Und dass die Freien, die für die taz schreiben, nicht mit Gold und Geschmeide überhäuft werden, ist auch bekannt. Doch wer schreibt schon um des schnöden Mammons willen für diese Zeitung? Zumal der Wert einer Veröffentlichung auch nicht nur von der Entlohnung abhängt. Da gibt es zum Beispiel den Wahrnehmungsfaktor: Schließlich wird kaum eine Zeitung so oft zitiert wie die taz. Ob das nun darüber hinwegtröstet, dass Autoren trotz mageren Zeilengeldes und ohne zusätzliche Entlohnung auch im Internet und auf CD-ROMs verbreitet werden, muss jeder selbst entscheiden. In dieser Hinsicht – und natürlich nur in dieser Hinsicht – ist die taz also nicht besser als SZ oder Handelsblatt, das Zeilengeld ist sogar „geringfügig“ niedriger. Wer von taz-Honoraren leben muss, hat also ähnlich schlechte Karten wie die taz selbst. Dass sich dennoch so viele Autoren für diese Zeitung aufopfern, liegt, wie eine kleine Umfrage zu Tage förderte, an Tugenden wie Altruismus und Idealismus.