: freunde des hauses
Die Einwanderer
Unter den anderthalb Millionen Einwanderern ist die Faszination, die das Haus Oranje ausstrahlt, ungebrochen. Südmolukker, Surinamer, Antillaner, Marokkaner – das Königshaus ist die letzte Institution, der sie noch Sympathie entgegenbringen. Den Surinamern etwa wurde bis zur Unabhängigkeit des Landes 1975 die Liebe zur holländischen Königin derart eingehämmert, dass die „Buschneger“ im surinamischen Regenwald bis heute das Konterfei von Beatrix’ Vorgängerin in ihrer Hütte hängen haben. „Die Abschaffung der Monarchie würde die Integration bestimmter ethnischer Gruppen in Holland erheblich beeinträchtigen“, warnte vor kurzem Mohamed Makdoembaks, ein Amsterdamer Kommunalpolitiker, im Radio. „Die Leute verehren die Königin. Sollte sich Beatrix mal für Kolonialherrschaft und Sklaverei entschuldigen, machte sie sich ganz und gar unsterblich.“
Marokkaner, von Haus aus an ein despotisches Königshaus gewöhnt, schätzen Hollands Staatsoberhaupt, wenn auch viele über die Rolle der Frau in der Gesellschaft anders denken mögen. Aber auch dieses Problem dürfte sich noch in diesem Jahrzehnt in Wohlgefallen auflösen: mit der Inthronisierung des ersten männlichen Oraniers seit über hundert Jahren. HERA
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