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feld fünfPalmification vs. Plastikblase

Dass Klassen für Geflüchtete an Kunsthochschulen institutionelle Solidarität sind, ihnen aber immer auch eine gewisse Reduzierung eingeschrieben ist, thematisierte das *foundationClass Kollektiv sehr treffend mit seiner „non-Cafeteria of the Academy of Misery“ während der 10. Berlin Biennale (Wir erinnern uns: „I’m Not Who You Think I’m Not“). *foundationClass-Kollektiv and Friends zeigen nun die Ausstellung „Palmification“, die die Themen Habitat, Zugehörigkeit und „cross-pollination of ideas“ (auch im Sinne multipler Lebensformen, Organismen und Pflanzen) wunderbar desintegrierend und widerständig in Szene setzt. Marwa Younes Almokbels Filmarbeit „Plädoyer für die Desintegration“ ist eine Abrechnung mit der deutschen „Plastikblase“ – man könnte sie auch Integrationsimperativ nennen. „Zuhause“ wiederum ist von poetischen Repetitionen getragen. Sie erzählen von langsamem, gelbem Licht und von Schränken, die ihren Inhalt wie von selbst leeren. In weicher Bewegung auch die Monotypie-Bahnen von Fadi Aljabour, die hier von der Decke schweben und deren abstrakte Abdrücke sich empathisch in das Papier einschmiegen. Die Soundinstallation „Redfish“ von D’Andrade schließlich erzählt so kratzig und queer von roten Schwimmwesen und roter Sonne, man wünscht sich, dass das Ganze so schnell wie möglich als Rock-Oper auf einer Berliner Bühne zur Aufführung kommt. nym

Bis 22. 8., Di.–Fr. 12–18 Uhr, Do. 12–20 Uhr, Fromet-und-Mendelssohn-Platz 7–8; Finissage am 22. 8. ab 19 Uhr

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen