: fakten
Klimawandel in Europa
Nicht nur Entwicklungsländer, auch Europas Staaten werden, so Forscher in einem kürzlich erschienenen Bericht, Folgen der vorausgesagten Erwärmung tragen müssen. Jetzt schon sind demnach die Nachttemperaturen durch stärkere Bewölkung gestiegen, Regenfälle haben im Norden zu-, im Süden teilweise bis zu einem Fünftel abgenommen.
Auf der Basis von vier Szenarien prognostizieren die Forscher für Südeuropa mehr negative Folgen als für den Norden. Im Süden könnten die Flüsse im Sommer weniger Wasser führen und Dürren möglich werden. Im Winter könnte es zu schweren Hochwassern kommen. Die veränderten Wasserverhältnisse würden Fischanzahl und -arten beeinflussen, Algenblüten verstärken und insgesamt den Fischfang beeinflussen. Küstengebiete könnten unter Fluten und Erosion leiden und damit unbesiedelbar werden. Die Bodenqualität kann sich in ganz Europa verschlechtern und wesentliche ökologische Funktionen beeinträchtigen. Pflanzen, besonders Bäume, wachsen durch mehr Kohlendioxid in der Luft besser, davon würde Nordeuropa profitieren. Trockenheit steigert aber im Süden die Gefahr von Waldbränden. Einstellen auf Veränderungen müssten sich – unter anderem – Wasserversorger, Landwirtschaft, Fischerei und Tourismusindustrie.
Der Bericht wurde von der EU finanziert, die Ergebnisse fließen in den für 2001 erwarteten Bericht des internationalen Klimarates (IPCC) ein.
„The Europe Acacia Project. Assessment of potential effects and adaptations for climate change in Europe“. University of East Anglia. Jackson Environment Institute, England
Zusammenfassung unter:
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