piwik no script img

exklave kaliningrad

Einfacher Transit

Ein Kompromiss über den Zugang zur künftig von EU-Gebiet eingeschlossenen russischen Exklave Kaliningrad scheint möglich. Der Vorschlag sieht ab 1. Juli 2003 ein vereinfachtes Transitverfahren vor.

Danach haben russische Staatsbürger, die den litauischen EU-Korridor zwischen der Exklave und dem Mutterland durchqueren wollen, zwei Möglichkeiten. Sie können ohne großen Behördenaufwand ein Einmalvisum beantragen oder – nach strengerer Prüfung durch die litauischen Behörden – ein Mehrfachvisum erhalten. Reisende, die den Zug benutzen, sollen den Passierschein zusammen mit dem Ticket beantragen können und am Grenzübergang ausgehändigt bekommen.

Die Schengen-Regeln würden damit voll erfüllt, hieß es aus der Kommission. Der Kompromiss hätte also für Litauen keine negativen Folgen, falls das Land später dem Schengen-Raum beitreten wollte, in dem die Grenzkontrollen zwischen Mitgliedern aufgehoben sind. DPS

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen