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ein jahr kosovokriegDer Tag: Dienstag, 20. April 1999

MÄNNER LEHREN SICH DAS GRAUEN

Die OSZE berichtet vom alltäglichen Grauen im Kosovo. Dort seien Albanern die Kehlen durchgeschnitten, die Augen ausgestochen, Nasen, Finger, Hände und Füße abgeschnitten worden. Hunderte Frauen würden vergewaltigt. In einem ungenannten Ort seien 700 Jungen gefangen genommen worden, um ihnen Blut zur Versorgung verwundeter Soldaten abzunehmen. Bis zu 100.000 junge Männer würden vermisst. Immer häufiger würden Zivilisten als „menschliche Schutzschilde“ missbraucht. Die Täter: serbische Männer. Soldaten, Polizisten.

Auch das jugoslawische Fernsehen berichtet vom alltäglichen Grauen im Kosovo. Dort würden Serben erschossen, Männer enthauptet, mit Nagelbrettern erschlagen. Gefangene mit Stockschlägen und Eisenschellen malträtiert. Die Täter: albanische Männer. Kämpfer der UÇK. Zum ersten Mal bestätigen heute die Staaten Albanien und Jugoslawien Kämpfe ihrer Truppen an der gemeinsamen Grenze. Sieben Stunden lang beschießen sich die Männer bei Djakovica über die Grenze hinweg. Zwei von ihnen sterben, 16 werden verletzt. Von ehemals zwei Millionen Menschen sind laut Flüchtlingshilfswerken nur noch 800.000 im Kosovo. har

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