: dunkelheit und unwissenheit
Gurus
In der hinduistischen Tradition ist der Guru ein spiritueller Meister. Dabei steht „Gu“ für Dunkelheit und Unwissenheit und „Ru“ für Licht, wobei der Brahma (der Schöpfer) der Guru ist, der alle Dunkelheit vertreibt. Gurus bilden klösterliche Wohngemeinschaften (Ashrams), in denen ihre Anhänger (Devotees) leben, um den Meister zu verehren. Der Guru gilt als vollkommen, unfehlbar und als Verkörperung des höchsten Seins in der Welt.
Der Guru als Autoritätsfigur führt den Schüler auf dem Pfad der Erleuchtung und kann ihm alles abverlangen. Die Gefahr von Missbrauch und Manipulation besteht, da der Guru das Selbstwertgefühl des Schülers stark beeinflussen kann. Meist wird von diesem verlangt, alle Gedanken, Worte und Aktivitäten auf den Guru auszurichten, was zu psychischer Abhängigkeit führt.
Gurus versprechen Gesundheit, ein langes Leben, Bewusstseinserweiterung in Kombination mit westlichen Therapieformen, gar die Rettung der Welt. In westlichen Ländern erklärt sich die Attraktivität indischer Gurus aus der Sehnsucht nach exotischer spiritueller Erfahrung in einem als sinnentleert empfundenen Leben in modernen Industriegesellschaften.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen