piwik no script img

die wortkunde

Wissenschaft und Medizin sind in Deutschland nicht unbedingt für eine lebendige Sprache bekannt. Darf also kurz Booster heißen, was auch als Auffrischungsimpfung bezeichnet wird? Diese Impfung ein halbes Jahr nach der vollständigen Impfung ist derzeit prominentes Thema in der Debatte um die Frage, wie sich die vierte Coronawelle wirksam brechen lässt. Bislang werden allein über 70-Jährige ein neues Mal – also gut, versuchen wir es: geboostert. Ja, klingt schon ein wenig nach Raketentechnik, Comicsprache oder dem Superturbo im James-Bond-Auto. Aber nein, „Boost“ ist ein ganz seriöser Begriff der englischen Sprache. Er meint Verstärkung und findet sich in deutschen medizinischen Wörterbüchern schon seit den 1930er Jahren.

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 90 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen