die wahrheit: Karneval in Pjöngjang

Recht lange war es ziemlich still // um den geliebten Kim Jong Il // ...

Bild: reuters

Karneval in Pjöngjang

Recht lange war es ziemlich still

um den geliebten Kim Jong Il.

Schon dachte man, es stünde schlimm

um unsern Führer Jong Il Kim,

und Wasser rollte in Pjöngjang

wie Tränen den Taedong entlang.

Doch nun ist er zur Fassenacht

in seinem Büttkostüm erwacht!

Der Herr des Frohsinns ist zurück,

und "Mainz bleibt Mainz" kann dieses Glück

zur Stunde gar noch nicht recht fassen,

den Meister morgen reinzulassen.

Ein Rosenmontag gab der Welt

einst den, der sie am Schunkeln hält,

der Büttenreden so verfasst,

dass niemand einen Tusch verpasst,

und der die Stimmung mit Kanonen

dort zündet, wo die Nörgler wohnen.

Gib uns Parolen, Pointen, Kim!

Sing "Heile, heile, Gänschen", nimm

Ernst Neger mit in dein Programm

und bleib bis Mittwoch auf dem Damm.

Pjöngjang helau! Jong Il alaaf!

Gesegnet sei dein Winterschlaf.

Reinhard Umbach

Die Wahrheit auf taz.de

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit. Sie hat den ©Tom. Und drei Grundsätze.

Wenn Sie bei der taz anrufen, bekommen Sie keine gewöhnliche Warteschleife zu hören. Bei uns liest die Wahrheit ihre Gedichte vor!

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben