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die sportskanone

Anneke Borbe Foto: imago

Und plötzlichim größten Finale

Viele hatten ihre Entscheidung zu Beginn der Saison nicht verstanden. Wolfsburgs Ersatztorhüterin Anneke Borbe wechselte zum Champions-League-Sieger Arsenal London. Ihre Enttäuschung, beim VfL trotz guter Auftritte sich hinter Stina Johannes einordnen zu sollen, war nachvollziehbar. Aber wie sollte sie bei Arsenal nur die Niederländerin Daphne van Domselaar, eine der weltbesten Torhüterinnen, verdrängen? Nun wird die 25-jährige Deutsche am Sonntag in London das Tor hüten, wenn es darum geht, den weltbesten Klub zu ermitteln. Arsenal trifft im Finale auf die Brasilianerinnen von Corinthians São Paulo, die überraschenderweise den Gotham FC, den Vertreter von Mittel- und Nordamerika, mit der deutschen Nationaltorhüterin Ann-Katrin Berger im Halbfinale bezwingen konnten. Arsenal-Keeperin Borbe hatte im anderen Duell gegen das marokkanische Team AS Far (6:0) vergleichsweise wenig zu tun. Verdrängt hat sie van Domselaar allerdings nicht. Die Stammtorhüterin ist wegen einer Verletzung seit Anfang Dezember unpässlich. Seither kann Borbe zeigen, was sie so alles vermag. Eine famose Rettungsaktion von ihr gegen Manchester United schaffte es gleich in die Liga-Auswahl der besten Januar-Paraden. Im League-Cup-Halbfinale unterlief ihr allerdings gegen denselben Gegner ein krasser Fehler, der zur 0:1-Niederlage führte. Im Finale gegen die Corin­thians kann Anneke Borbe wieder auf ihre Stärken aufmerksam machen. Wobei dem Wettbewerb der weltbesten Klubs derzeit in Deutschland nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. (jok)

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