die gute nachricht: Alte Männer können Gemeinschaft
„Männer sind einsame Streiter“ und gleichzeitig „oh, so verletzlich“, sang Herbert Grönemeyer, inzwischen selbst ein alter Mann, schon in den Achtzigern. Aktuelle Studien belegen, dass Männer – besonders in westlichen Ländern – weniger enge Freundschaften haben als Frauen und häufig auf eine einzige Bezugsperson angewiesen sind, meist ihre*n Partner*in. Ein Konzept aus Australien, das seit einigen Jahren auch in Deutschland Anklang findet, will diesem Phänomen entgegenwirken: In sogenannten Männerschuppen treffen sich Männer fortgeschrittenen Alters einmal in der Woche zum Werkeln, Reden und Kaffeetrinken. Die Treffpunkte werden von den Teilnehmern selbst gestaltet, ohne feste Verpflichtungen. Viele der 17 Männerschuppen, die es in Deutschland mittlerweile gibt, gehen auf ein Modellprojekt der Universität Bremen zurück. Kürzlich ist dort ein neues, vom Europäischen Sozialfonds gefördertes Projekt gestartet, das weitere Schuppen aufbauen und bestehende stärker in Bildungsangebote einbinden soll. Katharina Federl
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