piwik no script img

die gute nachrichtMehr Menschen erreichen ohne Abitur einen Hochschulabschluss

Wer an die Uni will, braucht Abitur oder Fachabitur – das war lange unverrückbar. Seit 2009 geht es auch anders. Und seitdem steigt die Zahl der Menschen, die ohne Abitur den Hochschulabschluss schaffen, immer weiter, wie eine Datenanalyse des Centrums für Hochschulentwicklung zeigt. Demnach haben inzwischen 104.941 Menschen einen Bachelor- oder Masterabschluss erworben. Die jährlichen Abschlusszahlen haben sich seit 2009 mehr als verdreifacht. Nötig für das Studium ist ein sogenannter fachgebundener Hochschulzugang. Das ist in der Regel eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung und mehrjährige Berufserfahrung, die ermöglicht, dass man in demselben Feld studiert. So können sich Menschen zum Beispiel für Führungspositionen weiterbilden. Wer einen Meistertitel hat, kann dann sogar etwas jenseits seines Fachbereichs studieren. Aktuell sind rund 70.000 Studierende ohne Hochschul- und Fachhochschulreife an deutschen Hochschulen immatrikuliert. Das sind etwa 2,4 Prozent aller Studierenden. Führend sind Bremen, Thüringen und Hamburg. Leonard Kirschhöfer

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen