die gute nachricht: Mehr Menschen mit Lipödem erhalten Zugang zu Therapie
Grafik: Anna Eschenbacher, Johanna Hartmann, Francesca Morini. Quelle: Luta Et al., 2025Fotos: unsplash.com
Sammelt sich Fett trotz gesunder Ernährung und viel Sport überproportional am Körper an, hat das oft genetische und hormonelle Ursachen. So auch bei der chronischen Fettverteilungsstörung Lipödem. Allein in Deutschland sind nach Schätzungen rund 3,8 Millionen Menschen und nahezu nur Frauen betroffen. Beim Lipödem sammelt sich das Fett an Armen und Beinen symmetrisch an und kann starke Schmerzen verursachen. Linderung kann eine Liposuktion schaffen, bei der das krankhafte Fettgewebe operativ entfernt wird. Bislang wurden die Kosten nur im schwersten Stadium III übernommen, dann, wenn viele Betroffene bereits mit Gelenkproblemen und psychischen Begleiterkrankungen zu kämpfen haben. In Deutschland betrifft das 29 Prozent aller Erkrankten. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat im Juli entschieden, die Kosten ab 2026 auch in den Stadien I und II zu erstatten, wenn konservative Therapien zuvor nicht geholfen haben. Damit haben nun mehr als dreimal so viel Betroffene Anspruch auf die Operation. Katharina Federl
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