die gute nachricht: Auf immer mehr Flächen wird ökologisch geackert
Zuletzt gab es für die Bio-Landwirtschaft in Deutschland wenig gute Nachrichten. Gestiegene Lebensmittelpreise durch den Ukrainekrieg sorgten dafür, dass Verbraucher*innen beim Bioessen sparten, der Markt ist daraufhin 2022 erstmals geschrumpft. Dementsprechend zögerten auch Höfe, auf Ökolandbau zu wechseln, so der Bauernverband. Dabei sei das Interesse am Umstieg noch kurz vor Kriegsbeginn so hoch gewesen wie nie.
Da ist es doch beruhigend, zu sehen, dass der Trend auf längere Sicht und mit Blick auf Gesamteuropa deutlich positiv ist – unstoppable, hoffentlich. Zwischen 2005 und 2020 ist der Bio-Anteil an den EU-Agrarflächen nämlich auf 9 Prozent gestiegen. Ganz vorne liegt Österreich, wo ein Viertel der Agrarflächen bio bewirtschaftet wird. Estland konnte seinen Anteil verdreifachen. Deutschland schlägt sich mit knapp 10 Prozent mittelmäßig.
Bis 2030 soll in Deutschland die 30-Prozent-Marke erreicht sein, dafür muss das Wachstum schneller gehen. Der Inflationsknick an der Biomarktkasse wird voraussichtlich eher keine Langzeiterscheinung werden. Auch hier hilft der Blick zurück: In den letzten 20 Jahren hat sich die Nachfrage nach Bio laut Umweltbundesamt verzehnfacht. Christopher Wandschneider
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