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der park

Ueli Etter

Wo immer gebaut wird, braucht man einen Plan. Das reicht vom Entwurf für ein Wohnhaus bis zum Masterplan für die Umgestaltung von Berlin-Mitte. Wie aber sieht es aus, wenn die Bebauung weiter wuchert, wenn sie sich über Städte und ganze Ländereien erstreckt? Der Park, an dem Ueli Etter seit fünf Jahren arbeitet, ist ein Gesamtkunstwerk, das von Konstruktionszeichnungen bis zur virtuellen Tour-Guide-Performance reicht. Zugrunde liegt ihm die Fiktion der „totalen Freizeitgestaltung“, in der sich Unterhaltung und Leben nicht mehr unterscheiden lassen. Diese Utopie schafft ständig neue Plätze: Casinos, Ruhezonen oder Monumente, zu deren möglicher Funktion Etter bereits letztes Jahr im Vice Versa Verlag ein Buch mit Entwürfen veröffentlicht und Vorträge (etwa im Hamburger Bahnhof, Berlin) gehalten hat. Stets entsteht dabei ein narrativer Raum, der nicht die Versprechungen der gängigen Museums- und Themenparkkultur aufzeigt, sondern psychische Zustände kenntlich macht. Für die literataz sind es Orte der Sprachlosigkeit – passend zur Buchmesse. hf

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