der kommentar: Möchtegernpatienten sind uncool
Robert Stadlober und Ulrich Tukur sind jetzt auch bekennende Hypochonder. Damit sind sie leider zu spät dran
Der Psyche eines jungen Menschen soll es nicht gut tun, wenn sie früh der Öffentlichkeit ausgesetzt wird. Drew Barrymoore soff, Michael Jackson wurde weiß. Nun hat sich auch der deutsche Nachwuchsschauspieler Robert Stadlober (23) eine Seelenpein zugelegt: Er bekennt in der Bunten, neben Harald Schmidt der zweitgrößte Hypochonder Deutschlands zu sein. Außerdem im Klub der Möchtegernpatienten ist Kollege Ulrich Tukur (48), der davon schwadroniert, demnächst eine künstliche Hüfte zu brauchen. Immerhin kann er mit seinen 48 Jahren noch auf eine Hüftprothese hoffen, ohne dass ein FDP-Nachwuchspolitiker der Apoplexie zum Opfer fällt.
Das Duo denkt sich nach eigener Auskunft tolle Krankheiten aus, an denen es leiden könnte. Echte Menschen überlegen sich spätestens seit der Einführung der Praxisgebühr, wie sie Zahnprothesen und die Pflege ihrer Mütter bezahlen sollen. Die Krankheit der labilen Künstler heißt nicht Hypochondrie, sondern Dekadenz. SOLVEIG WRIGHT
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