das wetter:
Rolf-Günter
„Der Indianer hat für heute genug indianert“, erklärte „Hitting Bull“ und begrub das Kriegsbeil, legte die Friedenspfeife aus der Hand, nahm den Federschmuck vom Kopf, streifte die Mokassins ab und ließ Manitou einen guten Mann sein. Dann schlüpfte er in die Haferlschuhe, setzte den Lodenhut auf, griff für eine Pris in die Schnupftabakdose und stülpte sich den Hakelriemen über die Finger, bevor er sich das Feierabendhalbe zu Gemüte führte. Unter dem Kampfnamen „Rolf-Günter Schulze“ zog er beim Hakeln jeden über den Tisch. Aber das war heute, Muße und Freizeit. Morgen würde er wieder als „Häuptling“ seinem Brotberuf nachgehen und Touristen in der Prärie an den Marterpfahl fesseln. Statt Schweinshaxe am Abend Bärentatze zu Mittag. Eigentlich stammte Idrissa Thiam als Fulbe aus dem Senegal. Aber das war eine ganz andere indigene Baustelle.
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