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das wetterEiskalt und Brühwarm

Die Situation an der Mole hatte sich netto wie brutto entschärft. Es wurde aber auch Zeit. Nach mehr als 37 konfliktreichen Jahren hatten die dort konkurrierenden Frittenbuden „Eiskalt“ und „Brühwarm“ die reziproke Annahme eines weitreichenden Friedensvertrags in Erwägung gezogen. Einziger Grund für den beidseitigen Sinneswandel: Flächendeckend ausbleibende Kundschaft. Sowohl bei „Eiskalt“ als bei „Brühwarm“ war im Laufe der vergangenen neun Jahre, über das gesamte Geschäftsjahr betrachtet, kein einziger Kunde, geschweige denn eine Kundin, aufgekreuzt, so bewaffnet wie unbewaffnet nicht. Das machte alles keinen Spaß mehr und den Fritten auch nicht. Außerdem regnete es klimakrisentechnisch bedingt nur noch Dienstagnachmittag auf der Mole. Atmosphärisch ein schlimmer Schlag für „Eiskalt“ und „Brühwarm“. Ergo: Frieden.

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