das wetter:
Gang ins Ich
Die eingeschränkte eigene Erreichbarkeit machte Schmalenbach seit einiger Zeit schwer zu schaffen. Aber er versuchte unablässig weiter, sich selbst zu erreichen. Vorsichtig setzte er zu diesem Zweck Fuß vor Fuß, um nicht zu stürzen, innerlich war sein Gleichgewicht allerdings längst gefährdet. Denn seine mangelnde Zugänglichkeit sorgte für ein gedankliches Schwanken, das sich auf seine von Zartheit geprägte Körperlichkeit empfindlich auswirkte. Eine umfassende Gangbildanalyse hätte die verheerende Gangwandentzündung, die sich Schmalenbach zuletzt eingefangen hatte, sicher verhindert. Doch der eisige Untergrund hatte ihm den beschwerlichen Weg zur Reichweitenuntersuchung versperrt. Nun musste er selbst sehen, wie er die Verbindung ins Ich wieder herstellen konnte. Noch war es nicht zu spät. Schmalenbach stand kurz davor, sich seinem Selbst vorsichtig zu nähern.
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