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TV-Mikrofonkopf als Botschaftsübermittler Foto: imago

Wirklich niemand sollte es übersehen können. Das Motto, mit dessen Verbreitung die Deutsche Fußball Liga (DFL) ihren aktiven Beitrag gegen die Spaltung in der Gesellschaft leisten wollte, wie vorab berichtet wurde. Und so wurde am Wochenende in den Bundesliga-Stadien die Losung „TOGETHER! Stop Hate. Be a Team.“ überall dort platziert, wo Millionen von deutschen Augenpaaren ohnehin rund um ein Fußballspiel hinschauen. Auf den Ball, die Eckfahnen, die Auswechseltafel und sogar auf die mit Schaumstoff umkleideten Mikrofonköpfe der TV-Rechteinhaber.

Bei der DFL ist man von der Wirkung plakativer Antirassismusarbeit überzeugt. Noch überzeugter ist man von der eigenen Wirkung. Die Bundesliga fungiere als verbindendes Element in der Gesellschaft, teilte die DFL zum Sonderspieltag mit und führte als Beleg eine McKinsey-Studie an. Wer sollte es besser wissen als dieses Unternehmen, das sich um den Zusammenhalt der Menschen weltweit so verdient gemacht hat wie kaum ein anderes?

Wie sehr der Gemeinschaftsgedanke im Profifußball verankert ist, führte DFL-Geschäftsführer Marc Lenz aus: „Entscheidend ist die Leistung und der Beitrag zum Teamerfolg durch unsere Mitspieler, nicht die Herkunft, Hautfarbe, Einkommen oder Identität.“ Wie vorbehaltlos in der Bundesliga sozial schwächere Profis eingegliedert werden, ist wirklich vorbildhaft und wird viel zu selten gewürdigt. Kann die Botschaft nicht bei jedem Bundesligaspiel auf den Mikrofonköpfen bleiben? Seid ein Team! (jok)

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