■ beiseite: Verzeih mir-betr.: Caroline Roeder, taz vom 1.12.1994
Liebe Caroline Roeder! Wenn Du diese Zeilen liest, dann weißt Du, daß Böses geschehen ist. Die Redaktion (ach, gestern war sie noch fast vollzählig) sitzt und grämt sich über einen Fehler, der einmal mehr begangen wurde. Plötzlich fühlen sich alle schuldig, denn – mal ganz ehrlich – es hätte jedem von uns passieren können. Im Eifer des täglichen Gefechts mit Text, Seitenplan und Mittagstisch hatte man Deinen Namen unter der behenden Kritik über das Puppenspiel nach Geschichten von Hans Christian Andersen vergessen. Beim heiligen Smörebröd geloben wir an dieser Stelle: Wir tun's nicht wieder. Mit dänischem Gruß, die lieben Kollegen.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen