■ Justizwillkür und Gerüchte in Korea: amnesty kritisiert beide Staaten
Seoul (AP) – Sowohl in Nord- als auch in Südkorea werden der Menschenrechtsorganisation amnesty international zufolge Bürger einzig wegen ihrer politischen Einstellung jahrelang ins Gefängnis gesperrt. Der stellvertretende ai- Generalsekretär Herve Berger sagte am Samstag anläßlich einer Konferenz über die Achtung der Menschenrechte in Asien, in Nordkorea seien in den vergangenen drei Jahrzehnten Zehntausende BürgerInnen oftmals willkürlich verhaftet worden. Die Inhaftierten müßten mitunter jahrelang auf ihre Anklage warten, ohne daß sie einem Richter vorgeführt würden. Oftmals würden sie im Gefängnis gefoltert und mißhandelt.
Berger rief zudem Südkorea auf, das Sicherheitsgesetz des Landes zulockern. Das Gesetz sieht extrem harte Strafen für Anhänger des kommunistischen nördlichen Nachbarlandes vor.
Der nordkoreanische Ministerpräsident Kang Song San hat unterdessen nicht an der Beisetzung eines seiner Amtsvorgänger teilgenommen und damit Gerüchten neue Nahrung gegeben, daß er entmachtet worden sei. Für seine Abwesenheit bei dem Statsbegräbnis am Samstag wurde in den Medien des Landes keine Erklärung gegeben.
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