piwik no script img

■ Zwischenfälle an der Grenze zu AlbanienErneut Tote bei serbischen Razzien im Kosovo

Turicevac/Belgrad (rtr/dpa) – In der serbischen Provinz Kosovo hat die Polizei am Wochenende ihre gewaltsamen Razzien gegen die albanische Bevölkerung fortgesetzt. In der Region Drenica wurden nach Berichten von Augenzeugen seit Freitag abend mindestens vier Albaner getötet. Drei seien bei Übergriffen der Polizei auf das Dorf Vojnik umgekommen. In Turicevac war zuvor der 35jährige Agim Emin Emini nach Angaben seiner Familie von serbischen Polizisten getötet worden. Polizeieinheiten hätten den Ort am Freitag morgen beschossen, sagte Dorfbewohner. Dutzende Menschen flohen zu Fuß vor den Polizisten. In dem Gebiet war immer wieder Granaten- und Maschinengewehrfeuer zu hören.

Nach serbischen Angaben versuchte eine Gruppe von Albanern in der Nacht zum Sonntag zweimal, illegal die Grenze zu überqueren und Waffen in den Kosovo einzuschmuggeln. Als jugoslawische Grenzsoldaten das Feuer eröffneten, hätten sich die Albaner zurückgezogen.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen