■ Zur Person: Pastorinschelte
Jeanette Köster, seit sieben Jahren Pastorin in Horn, hat sich mit ihrem „Wort zum Sonntag“bei evangelischen Fundamentalisten unbeliebt gemacht. Am 9. August hatte sie in der ARD für die kirchliche Segnung von homosexuellen Paaren plädiert. Dafür hagelte es Proteste. Eine Zuschauerin bedauerte, daß man die Pastorin heute nicht mehr steinigen könne. Die Homosexualität, schrieben andere, stände unter dem „Fluch Gottes“.
Völlig geplättet sei sie über die heftige Reaktion gewesen, sagt die 38jährige. „Wenn ich mir vorstelle, mich beträfe die Anfeindung als Schwulen oder Lesbe persönlich, wäre es bestimmt furchtbar, damit umzugehen“. Jeanette Köster bereut nicht, dieses Thema angepackt zu haben. In ihrer Studienzeit habe es einige Homosexuelle gegeben, die aus der Kirche ausgetreten seien und auch KollegInnen hätten immer noch Angst, sich zu outen. kk
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