piwik no script img

Zugunglück fordert Tote

Schnellzug entgleist auf britischer Privatstrecke London – Leeds: Mindestens vier Tote und 30 Verletzte

LONDON rtr/dpa ■ Mindestens vier Menschen sind gestern bei einem Zugunglück auf der Strecke London – Leeds ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, 19 davon schwer, wie die Polizei mitteilte. Der Schnellzug entgleiste um 13.24 Uhr in der Nähe von Hatfield, 50 Kilometer nördlich von London, aus noch unbekannten Gründen in einer lang gestreckten Kurve. Zum Unglückszeitpunkt fuhr der Zug mit einer Geschwindigkeit von 184 Kilometer pro Stunde. Rettungshubschrauber wurden gerufen.

Drei von vier Waggons des Zuges der privaten North Easter Railways (GNER) wurden sehr schwer beschädigt, das Dach des Speisewagens abgerissen. Ein GNER-Sprecher sagte, dass es 70 Reservierungen für den Zug gegeben habe. Man wisse aber noch nicht, wie viele Personen tatsächlich im Zug waren.

Die britische Bahn ist berüchtigt. Immer wieder kommt es durch veraltete Sicherheitsstandards zu Unfällen. So starben 31 Menschen im Oktober 1999 bei einem Unglück nahe der Londoner Paddington-Station.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen