■ Zivis: Gegen Zivildienst
Bremen (epd) – Die Abschaffung des „zu teuren“ Zivildienstes hat die „Zentralstelle für Recht und Schutz der Kriegsdienstverweigerer“ gefordert. Jeder Zivildienstler koste den Staat bis zu 30.000 Mark im Jahr an Subventionen, heißt es in einer am Mittwoch in Bremen veröffentlichten Erklärung des Vorsitzenden der Zentralstelle, Ulrich Finckh. „Was betriebswirtschaftlich für soziale Einrichtungen billig erscheint, ist volkswirtschaftlich durch die hohen staatlichen Aufwendungen unvertretbar teuer. Bei einem sozialen Pflichtjahr entstünden die gleichen Kosten. Nach Auffassung der Zentralstelle kann eine fachlich gut ausgebildete Arbeitskraft „leicht zwei ungelernte Helfer ersetzen“. Sie sei zudem letztlich billiger als „Zwangsverpflichtete“.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen