■ Zivildienst: Rechte fehlen
Bremen (epd) – In Deutschland werden nach Auffassung der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer grundlegende Rechte der Verweigerer nicht gewährt. Es gebe weder eine ausreichende staatliche Information über die Rechte der Verweigerer, noch habe der Zivildienst die gleiche Dauer wie der Militärdienst, kritisierte der Bundesvorstand der Arbeitsgemeinschaft. Er reagierte damit auf eine am 11. März verabschiedete Resolution des Europaparlaments, in der Praktiken in EG-Mitgliedsländern verurteilt wurden, Militärdienstverweigerer vor Gericht zu stellen. Auch in Deutschland werden „totale Verweigerer“, die sich aus Gewissensgründen jeder Dienstpflicht widersetzen, mit Gefängnis bestraft.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen