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Zirkus statt fliegender Bauten

■ Hamburger Zelttheater beklagt Diskriminierung im Elbpark

„Wenn Roncalli, warum nicht wir?“ fragt Matthias Kraemer vom Hamburger Theaterproduktionsbüro „Fliegende Bauten“. Der kleine „Zeltaufsteller“, der in diesem Herbst die „Geschwister Pfister“ präsentieren möchte, fühlt sich gegenüber dem renommierten Zirkus „Roncalli“ benachteiligt.

Denn vorgestern hat die Bezirksversammlung Mitte mit grünroter Mehrheit beschlossen, daß „Roncalli“ zwar in diesem Mai seine Zelte im alten Elbpark unterhalb des Bismarck-Denkmals aufstellen dürfe. Ob dieses Privileg – denn der empfindliche Rasen in der Neustadt ist begehrt – allerdings auch den „Bauten“ zukommt, solle aber der Bauausschuß des Bezirks entscheiden, und eigentlich sei man dagegen.

„Roncalli“, erklärt GAL-Mitte-Fraktionschefin Helmke Kaufner, „ist ein besonderer Zirkus und kommuniziert immer, wenn er in der Stadt ist, sehr gut mit der Umgebung und den Behörden.“ Auch Kraemer weiß, „daß Roncalli einfach eine Lobby hat“. Immerhin sei es ihm jedoch seit 1991 versagt worden, sein blaues Zelt im Elbpark aufzubauen, weil das Gelände von Roncalli allzusehr strapaziert worden sei.

„Wenn jetzt andere Unternehmen auf Gleichbehandlung pochen, wird es zu einem Weder-noch kommen“, prophezeit Kaufner. „Denn rund um die Uhr belegt zu sein, das verträgt der Rasen einfach nicht.“ uwi

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