: Zen für dich und mich
■ „Worpswede trifft Japan“: Die Kunst der Ausstellung in Worpswede
Bevor der Weg nach innen geht, mußt du erstmal in Worpswede vorbei. Denn dort, im Worpsweder Rathaus, wird ab Samstag eine Ausstellung eröffnet, die nicht nur den Buddhismus nach Norddeutschland bringt, sondern quasi ganze Tempel versetzt: etwa Hoko-ji. Reiko Mukai Sensei, der Meister des Klostertempels Hoko-ji, wird die Kunst der Kalligraphie, des Zen und japanische Kampfsportarten erläutern. Aber auch Worpsweder Künstler zeigen japanische Kultur und führen auf geistige Entwicklungswege. Insgesamt dauert alles bis zum 3. Juli und umfaßt Meditationen, japanische Gedichte, japanische Töpferkunst, japanisches Karate für Kinder, japanisches Go-Spiel, japanische Musik, aber auch Ikebana (der Weg des Blumensteckens), Origami (der Weg des Papierfaltens), Kyudo (der Weg des Bogens) und Bonsai (der kleine Weg?).
Man sieht, der Weg ist das Ziel aller Dinge und auch das Anliegen zweier altruistischer Japanophiler, eigentlich Bremer: Dr. Bernd Joschke und Michael Sabaß vom Zen-Kreis Bremen e.V. haben Zen oder die Kunst Japans für sich entdeckt und möchten freundlich, aber bestimmt, sein Lob verbreiten.
Einmal im Jahr tauchen die beiden in einem Kloster zwischen Kioto und Tokio unter, üben die Kunst des Identischseins und Von- sich-absehen-könnens und sind unterdessen ordinierte Mönche geworden. Und weil der Buddhismus zwar Disziplin, aber auch Freiheit bedeutet, dürfen sie trotzdem noch rauchen. Auch sonst hat man immer noch den weltlichen Beruf, also Physiker bzw. Strafverteidiger.
Dr. Joschke hatte nach 15 Jahren Nistplatz im Misthaufen der Justiz die Schnauze voll und wollte endlich mal aufbauen statt immer nur abwehren. So fand er in der Sinnkrise zu buddhistischen Prinzipien wie Gemeinschaft, Verbessern von Verantwortlichkeit und dem Wahlspruch „Nichts ist unmöglich“. Den benutzt auch Toyota, Japan. Aber ist das schlimm? Eben. Das Ziel ist einfach: Übereinstimmung von Sagen und Tun. Im günstigsten Fall führt der Weg zu sich. Wär' das nix für alle? Selbstverständlich. Erste Termine s.u. claks
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