: Zeitbombe Deponie
■ Wissenschaftler prophezeien Müllexplosion
Eine Vielzahl chemischer Prozesse macht aus vielen Abfalldeponien unberechenbare „Zeitbomben.“ Die Deponien dauerhaft dicht zu halten, ist über einen langen Zeitraum kaum möglich — irgendwann könnten daher giftige Stoffe mit dem Sickerwasser der Deponie in das Grundwasser gelangen. Wissenschaftler der Technischen Universität Clausthal betreiben seit eineinhalb Jahren Grundlagenforschung, um diese Prozesse berechenbarer zu machen. Erste Erkenntnisse stellen sie auf der Hannover-Messe Industrie vor.
„Wir müssen erst die Prozesse in der Deponie und im Abdichtungsmaterial verstehen, ehe eine Langzeitprognose möglich ist“, erläutert Bernd Prause vom Institut für Mineralogie und Mineralische Rohstoffe. Untersucht werden müsse, wie lange das mineralogische Abdichtungsmaterial aus Ton das Wasser aufhalten könne und wie sich die Eigenschaften des Tons durch den Kontakt mit dem Sickerwasser veränderten. Aus diesen Erkenntnissen sollen Rechenmodelle abgeleitet werden, die Aussagen über die Langzeitentwicklung und die tatsächliche Stabilität des Deponieuntergrundes zulassen. dpa
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen