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Zehntausende Albaner streiken weiter

Pristina (dpa) - Im nationalen Streit zwischen Serben und Albanern in Jugoslawien haben Zehntausende Albaner in der südlichen Provinz Kosovo auch am Donnerstag ihre Streiks fortgesetzt. In der Stadt Titova Mitrovica (rund 40 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Pristina) weigern sich über 1.000 Kumpel bereits den vierten Tag, das Bergwerk zu verlassen, bevor nicht ihre Forderungen erfüllt sind. Mehrere tausend Studenten versammelten sich zur Unterstützung der Streikenden in fast allen Städten der Provinz wie am Vorabend in Pristina. Kern der Forderungen ist die Ablehnung der von Serbien angestrebten Verfassungsänderung. Serbien will damit mehr Einfluß in der zur Republik gehörenden, mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz Kosovo erhalten. Der jugoslawische Parteichef Stipe Suvar wurde gestern im Bergwerk erwartet. Er soll ebenso wie der serbische Parteichef Milosevic Stellung zu dem Konflikt beziehen.

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