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Es gibt wieder einmal eine Nachricht aus der wundersamen Welt der Ultras, die es in die Sportberichterstattung geschafft hat. Ort der Handlung ist das Franz-Kremer-Stadion in Köln. Dort hat die Regionalligamannschaft des FC am Freitagabend Rot-Weiß Oberhausen empfangen. Als das Spiel in der 88. Minute abgebrochen worden ist, stand es 4:1 für Köln. Weitergespielt werden konnte nicht, da sich Fangruppierungen beider Mannschaften auf dem Platz befanden, wobei die einen auf die anderen Jagd gemacht haben. Der Stellungnahme von Rot-Weiß Oberhausen zufolge hatten sich Kölner Fans als Auswechselspieler und Ordner verkleidet Zugang zum Innenraum der Sportanlage verschafft und die Auswärtszaunfahne der Gruppierung „Semper Fidelis“, die den Beinamen „Ultras, Hooligans, Fans“ trägt, geklaut. Das ließen sich die Gäste-Ultras nicht gefallen, rannten über den Platz und versuchten, die Fahne zurückzuerobern.

Die Zaunfahne ist so etwas wie das Nonplusultra einer Ultra-Gruppierung. Sie wird normalerweise bewacht wie der eigene Augapfel. Wird sie von gegnerischen Fans erbeutet, dann kann es schon mal vorkommen, dass sich die bestohlene Ultra-Gruppe auflöst, weil ihnen ihr Ehrenkodex das Fortbestehen verbietet. Für bundesweite Schlagzeilen hat vor vier Jahren die Selbstauflösung der berüchtigten und mitgliederstarken Kölner Ultragruppe „Boyz“ gesorgt. Denen war beim Spiel ihres FC bei der TSG Hoffenheim die Zaunfahne von verfeindeten Ultras aus Mönchengladbach gestohlen worden. Schlimm. Wer möchte schon nach so einem Vorfall weiterexistieren? (arue)

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