: Wohnungspolitik: Empörung
Berliner und Brandenburger Politiker haben mit Empörung auf Vorstellungen einer Bonner Expertenkommission zur Reformierung der deutschen Wohnungspolitik reagiert. Berlins Bausenator Wolfgang Nagel (SPD) sprach gestern von einem „Generalangriff auf den sozialen Wohnungsbau“. Brandenburgs Bauminister Hartmut Meyer (SPD) bezeichnete die Vorschläge zur Änderung des Mietrechts als ein „Gruselkabinett aus frühkapitalistischer Zeit“. Die beiden Politiker wandten sich damit gegen die Forderung der Experten, den soziale Wohnungsbau in der bisherigen Form auslaufen zu lassen. Brandenburg werde sich dem mit allen Mitteln widersetzen, erklärte Meyer. Auf den sozialen Wohnungsbau könne vor allem im Osten Deutschlands nicht verzichtet werden.
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen