: Wie KI alte Bilder entdeckt
Die Scharrbilder in der Nazca-Wüste von Peru sind weltberühmt – und es gibt deutlich mehr als bisher gedacht: Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz wurden 303 neue Geoglyphen“ entdeckt, verkündeten die japanischen Forscher, deren Ergebnisse am Montag in der renommierten US-Wissenschaftszeitschrift PNAS veröffentlicht wurden.
Diese neu entdeckten Figuren stellten „hauptsächlich wilde Tiere“ oder „Menschen und domestizierte Tiere“ dar. „Der Einsatz künstlicher Intelligenz in der Forschung hat es uns ermöglicht, die Geoglyphen schneller und präziser zu kartieren“, sagte am Montag der Archäologe Masato Sakai bei der Vorstellung der Ergebnisse in Perus Hauptstadt Lima.
Bisher waren durch die traditionelle Forschung über fast ein Jahrhundert hinweg rund 430 Nazca-Linien bekannt. Bei den Nazca-Linien handelt es sich um sogenannte Scharrbilder, die in den sandigen Wüstenboden gekratzt wurden. Sie wurden zwischen 500 vor und 500 nach Christus von der Nazca-Kultur im Süden des heutigen Perus angelegt und stellen Tiere, stilisierte Pflanzen, Fantasiefiguren oder geometrische Formen dar. Womöglich dienten die Nazca-Linien zu zeremoniellen Zwecken. 1994 erklärte die Unesco sie zum Weltkulturerbe. (afp)
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